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LESUNGEN  -  und mehr

Albert Schweitzer und ...


... die Ehrfurcht vor dem Leben

Albert Schweitzer galt bis in die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts als Vorbild für gelebte Humanität. Von ihm wurde gesagt:

 

"Er sieht aus wie ein naher Verwandter des lieben Gottes." (C. Jacobi)
„Seit frühen Jahren war es mir ein stärkendes, in späteren ein tröstendes Wissen, dass es Sie auf der Welt gibt.“ (M. Buber)

„Nicht gepredigt und gewarnt hat er und nicht geträumt davon, daß sein Beispiel Vorbild und Trost für Unzählige werde. Einfach aus innerer Notwendigkeit heraus hat er gehandelt.“ (A. Einstein)

„Der große Doktor war das Licht im Wald.“ (O’Biange, Schweitzers Ruderer)

 

In den vergangenen Jahrzehnten ist es etwas stiller um Albert Schweitzer und sein Werk geworden, die Idealisierung seiner Person trat in den Hintergrund. Aber sein Werk, nun ca. 50 bis 100 Jahre alt, zeigt in verschiedenen fachlichen Facetten eine unerwartete Aktualität.

 

Während der Veranstaltungen wechseln sich Texte aus Schweitzers Werk, kurze Einführungen und Erläuterungen mit der Musik Johann Sebastian Bachs (live oder historische Aufnahmen) ab  - im Vordergrund steht aber das Lesen der Texte.


Die Schriften Schweitzers erscheinen im C.H. Beck Verlag.

 

 

Die unterschiedlichen Programme:

 

 

Aus meinem Leben
Hermann Hesse urteilt: "Von allem aber, was der große Kamerad geschrieben hat, liebe ich am meisten seine Kindheits- und Jugenderinnerungen. In diesen unvergeßlichen Seiten, in denen Schweitzer schlicht von seinen Herkünften und ersten Lebensjahren erzählt, spürt man konzentriert das ganze Lebenserbe enthalten, das er angetreten und so vorbildlich verwaltet hat

 

Was ist mir Bach? Ein Tröster.
Bereits im Alter von acht Jahren erlernt Albert Schweitzer das Orgelspiel und wirkt bald in Gottesdiensten mit. Seine Spielkunst vervollkommnet er bei seinen Lehrern Eugen Münch (Mühlhausen) und Charles-Marie Widor (Paris). Widor bittet ihn 1900 um eine Einführungsschrift zu Bachs Choralvorspielen. Diese Abhandlung wächst schließlich zu einem 844-seitigen Buch an: J.S. Bach.
Einige Passagen, in denen Schweitzer Bach als 'Dichter und Maler in Musik' beschreibt, werden vorgetragen.

  

 

Gespräche über das Neue Testament

Fußend auf seinen neutestamentlichen Studien erzählt Schweitzer im ‚Evangelisch-protestantischen Kirchenboten für Elsaß und Lothringen’ (1901-1904) vom Neuen Testament und von der Lehre Jesu.

 

 

Verfall und Wiederaufbau der Kultur

Schweitzer sieht (1923) in unserer Kultur die Tendenz zur Selbstvernichtung und fordert ein neues Nachdenken über Kultur und Ethik.

 

Berichte aus Lambareneantilop_leonie_u_theodore.jpg

In den Schreiben aus Lambarene gibt Albert Schweitzer ein lebendiges Zeugnis seines tagtäglichen Wirkens in seinem Urwaldspital.

 

In der Anziehungskraft Goethescher Sonne

In seinen Goethe-Reden zeigt Schweitzer, wie eng er seine persönliche Geschichte mit der des Dichterfürsten verbunden sieht und dass er dessen Humanitätsideale für die Gegenwart bewahrt wissen will.

 

Völkerfrieden

Vor dem Hintergrund der katastrophalen Bombadierungen von Hiroshima und Nagasaki erhebt Schweitzer gegen die Kernwaffenversuche ab den 50er Jahren seine mahnende Stimme und plädiert für einen umfassenden Frieden.

 

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